PeP Seminare Herbst 2010: Organisation und Kommunikation von Projekten
Rückblick auf die PeP-Seminareihe im Herbst 2010 zu Organisation und Wirtschaftlichkeit in Planungsbüros.
Organisation und Kommunikation von Projekten
Gut verhandeln, sicher vereinbaren, auskömmlich rechnen, wirtschaftlich planen.
Termine und Orte
- 07.10.2010 Düsseldorf1)
- 14.10.2010 München2)
- 28.10.2010 Dortmund1)
- 11.11.2010 Stuttgart
- 25.11.2010 Münster1)
1) Die Teilnahme wird von der AKNW und von der IK-Bau NRW mit jeweils 5 Unterrichtsstunden im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung anerkannt.
2) Die Teilnahme wird von der BayIK mit 2,5 Zeiteinheiten anerkannt.
Dauer: Jeweils von 13.30 - 18 Uhr.
Inhalt der Fortbildungsveranstaltung
Der wirtschaftliche Erfolg eines Architektur- oder Ingenieurbüros wird von vielen Faktoren beeinflusst, und nicht nur Kreativität und Fachkompetenz kommen hier zum Tragen. In diesem Sinne wird die Fortbildungsveranstaltung die Aufmerksamkeit auf einige Aspekte richten, die im Allgemeinen eher weniger beachtet werden, aber dennoch die Wirtschaftlichkeit der Projektarbeit und den Büroerfolg maßgeblich mitbestimmen können.
Die Seminarbeiträge im Einzelnen
Vertragsgestaltung und Vertragssicherung
Referent: Ass. Jur. Ulrich Langen, AIA AG
Durch die HOAI-Reform ist die Notwendigkeit, Gestaltungsspielräume zu nutzen, evident geworden: wer nichts vereinbart muss sich nicht wundern, wenn er am Ende leer ausgeht oder - schlimmer noch - persönlich über die Summe einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung hinaus schadenersatzpflichtig wird. Lernen Sie daher die Möglichkeiten einer sinnvollen Vertragsgestaltung und -sicherung kennen und erfahren Sie anhand praktischer Beispiele wie nah Misserfolg und Erfolg beieinander liegen können.
Verhandlungsführung für Architekten und Planer
Referent: Prof. Dr. K. Gaik / Dipl.-Verwaltungsw. M. Schimanel
Der Erfolg eines Projekts entscheidet sich oft in Verhandlungssituationen. Sei es schon zum Start, wenn in Vertragsverhandlungen auch die wirtschaftlichen Grundlagen gelegt werden, oder im weiteren Verlauf, in Konfliktlagen mit Auftraggebern, Projektbeteiligten, späteren Nutzern oder der Öffentlichkeit. Der Seminarbeitrag vermittelt die wichtigsten rhetorischen und psychologischen Grundlagen erfolgsorientierten Verhandelns und liefert das Rüstzeug für den Verhandlungsmarathon - von Faktoren wie Körpersprache und Erscheinungsbild über Kontakt- und Einstiegsprobleme bis hin zur Verhandlungsführung in engeren Sinne, deren Vorbereitung, Steuerung und erfolgreichen Abschluss.
Interne Kalkulation, Stundensätze und Controlling
Referent: Diplomkaufmann Dr. Dietmar Goldammer / Prof. Dr.-Ing. Clemens Schramm
In diesem Teil des Seminars sollen betriebswirtschaftliches Fachwissen und unternehmerische Ansätze vertieft werden, ohne die der wirtschaftliche Erfolg eines Planungsbüros heute kaum noch sicherzustellen ist. Zunächst werden die Befunde und Konsequenzen der aktuellen Untersuchungen zur wirtschaftlichen Lage der Planungsbüros dargestellt. Im Anschluss wird das standardisierte PeP-7-Kennzahlensystem erläutert, mit dem sich die wirtschaftliche Lage eines Planungsbüros schnell bestimmen und mit Branchenkennzahlen vergleichen lässt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dem Thema der Stundensätze gelten, mit Begriffsklärungen zu den verschiedenen, im Büro gebräuchlichen "Stundensätzen" und den Grundlagen zur Ermittlung der jeweiligen Werte.
Beispiel BIM - die neue Arbeitsweise hat Folgen für die Wirtschaftlichkeit
Referent: EUR ING Baumeister Ing. Anton Gasteiger
Neue Technologien führen zu veränderten Arbeitsweisen, mit neuen Herausforderungen aber auch Chancen. Dies wird am Beispiel der Methode des Building Information Modeling (BIM) dargestellt: Die Personalkosten sind mit rund 80% der Gesamtkosten der kritische Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Planungsbüros. Innerhalb dieser Kosten gehören der Projektstundenanteil und damit der Planungsanteil einschließlich dessen Dokumentation (die eigentliche Arbeit am CAD-PC) zu den größten Kostenblöcken. Wie aber kann man diesen Anteil optimieren und damit die eigene Ertragssituation verbessern? In der Methode des Building Information Modeling (BIM) könnte eine Lösung liegen.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit den PeP-Fördermitgliedern AIA AG und Mensch und Maschine Systemhaus GmbH durchgeführt und bietet auch hinreichend Gelegenheit zur Fragestellung und Diskussion.